Diese Niederlage hätte es nie im Leben geben dürfen, nicht mal ein Unentschieden. Es hätte zwingend, dem Spielverlauf nach, einen Sieg geben müssen. Die SG war von der ersten Sekunde bis zur letzten das spielbestimmende Team und hatte Chancen in Hülle und Fülle. Die TSG Lützelsachsen war brutal effektiv, hatte nur zwei Chancen und die waren drin.
Beim ersten allerdings mit gütiger Mithilfe von Hemsbach. In der 29. Minute spielte Luis Krosanke den Ball so scharf zurück zu Torwart Paul Weber, dass dieser beim Versuch, den Ball anzunehmen, ihn zu weit vom Fuß abprallen ließ. Der Ball kam genau zu Florian Rech und der hatte keine Probleme, den Ball ins leere Tor einzuschieben. Nur fünf Minuten später machte Tobias Malcho mit einem Schuss außerhalb des Strafraums das 0:2.
Das war es dann schon mit den Lützelsachsener Torchancen. Ansonsten spielte nur die SG Hemsbach und vergab Chancen am Fließband. Jan Röller mit zwei klasse Freistößen, die Torwart Patrick Reibold mit Glanzparaden unschädlich machte. Überhaupt konnte sich Lützelsachsen bei seinem Torhüter bedanken, dass die TSG keinen Gegentreffer schlucken musste.
Roman Magel, Albnor Berisha und Claas Kronauer standen mehrmals frei vor ihm und schafften es nicht, ihn zu überwinden. Distanzschüsse, zum Beispiel von Mohamed Amallah, die nur sehr knapp drüber flogen, oder Kopfbälle, die ihr Ziel knapp verfehlten, verhalfen der TSG, die Null zu halten.
Es war zum Haare raufen, zum Verzweifeln. Mo Amallah fand auf dem Weg nach Spielschluss zur Kabine die richtigen Worte: „Wir hätten noch stundenlang weiterspielen können, wir hätten keinen Treffer mehr gemacht.“ Solche Tage gibt es.
Weber, Rettig, Krosanke, Stadlmüller, Amallah, Kronauer (63.Rudi)- Jung, Berisha, Yildiz (69.Mema), Röller, Magel
Trainer: Luciano Monachello, Co-Trainer Roman Magel
Schiedsrichter: Mario Lehmann


