Die SG Hemsbach hat sich sehr achtbar beim schweren Auswärtsspiel in Weinheim aus der Affäre gezogen. Zwar gingen die Weinheimer bereits in der 7. Minute durch Jakob Reichert in Führung, sodass man Schlimmeres befürchten musste. Weinheim war dann auch bis eine halbe Stunde vor Schluss die bessere Mannschaft und führte bis zur 54. Minute bereits mit 3-0.
In der ersten Hälfte war aber nicht viel los vor den Toren. Das 2-0 fiel dann durch den ehemaligen Hemsbacher Habib Arifi in der 50. Minute. Und kurz darauf trat das alte Problem wieder auf, dass, wenn man ein Tor kassiert, es nicht lange dauert, bis das nächste fällt. So auch heute: Drei Minuten später erhöhte Sami Benbiga auf 3-0.
Es sah kurz wieder düster aus. Aber dann legte die SG plötzlich den Schalter um und war mindestens gleichwertig. Es ergaben sich Chancen. In der 61. Minute zielte Lukas Stadlmüller nach einem Pass von Magel genau ins rechte obere Eck, aber Weinheims Torwart Luis Brill konnte mit einer Glanzparade den Ball halten. Trainer Luciano Monachello, der sich selbst einwechselte, konnte auf links erst im letzten Moment acht Meter vor dem linken Pfosten beim Schuss gestört werden. In der 72. Minute legte Stadlmüller Berisha den Ball vor, aber wieder konnte Brill entschärfen. Und dann erneut Trainer Monachello höchstpersönlich, der aus 20 Metern abzog – diesmal sehr knapp links daneben. Da wäre Brill ohne Chance gewesen.
Weinheim hatte aber auch noch seine Gelegenheiten, die man gegen einen so starken Gegner nicht vermeiden kann. Aber die Defensivabteilung stand gut, und einmal musste Luis Krosanke mit einer wahren Monstergrätsche einem Weinheimer das Stoppschild vor die Nase stellen.
Zum Schluss stand eine 3-0-Niederlage, die aber kein Beinbruch ist. Denn mit mittlerweile 31 Punkten steht man auf Platz 10 der Tabelle, mit sieben Punkten Abstand auf Platz 11, den der SC United Weinheim innehat, und sogar 19 Punkten Vorsprung auf den Vorletzten SG Viernheim. Das heißt, man kann ohne Stress die Saison zu Ende spielen.
Weber, Krosanke, Stadlmüller, Shala, Jung (65.Monachello), Berisha, Reich (56.Magel), Mema, Röller, Yildiz (46.Pascarella), Manniello
Trainer: Luciano Monachello, Co-Trainer: Roman Magel
Schiedsrichter: Ilker Terli


