Beim Blick auf die Tabelle konnte man die Stärken und die Schwächen des Gegners erkennen, der vor dem Spiel punktgleich mit der SG war. Wo man gewarnt sein musste und wo man sich etwas ausrechnen konnte. Die Abwehr der SG musste auf der Hut sein bei 81 geschossenen Viernheimer Toren. Aber deren Abwehr ist mit 84 kassierten Treffern ganz klar zu knacken.
So war dann auch dieses Spiel. Hemsbach hatte viele gute Chancen, um zur Pause mit mindestens drei oder vier Toren Vorsprung zu führen. Roman Magel in der Anfangsphase mit zwei Schüssen, die Torwart Jan Kalfa parieren konnte. Trainer Luciano Monachello gar mit drei Möglichkeiten. Einen Schuss wehrte Kalfa ab, und zweimal tauchte Monachello vor dem linken Viernheimer Pfosten auf – einmal kam ein Abwehrspieler gerade noch so an den Ball und fälschte zur Ecke ab, dann musste Kalfa wieder eingreifen. Kurz vor der Pause lief Monachello erneut auf den Viernheimer Schlussmann zu und wurde von diesem abgeräumt. Es hätte nach Ansicht des Berichtschreibers und vieler Zuschauer Elfmeter geben müssen, aber Schiedsrichter Manuel Nieto ließ nach einiger Behandlungszeit weiterspielen. Dann hatte noch Lukas Stadlmüller nach einem Monachello-Querpass an den Elfmeterpunkt die Chance, vergab jedoch.
Viernheim hatte ebenfalls Chancen, die aber meist halbherziger Natur waren – mit zwei Ausnahmen, bei denen SG-Torwart Seyfarth stark parieren und den Ball über die Latte lenken musste. In der 44. Minute klingelte es dann zum unglücklichsten Zeitpunkt im Hemsbacher Tor: Macha traf zum 0-1.
Nach der Pause kam Hemsbach mit frischem Mut zurück. Der Lohn war der Ausgleich in der 49. Minute. Luciano Monachello wurde kurz vor dem Viernheimer Tor regelwidrig gelegt. Co-Trainer Roman Magel verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 1-1. Die Freude währte jedoch nur zwei Minuten, dann konnte Seyfarth bei einer Flanke nicht klären und Macha köpfte zum 1-2 ein.
Doch auch Viernheim durfte sich nur kurz freuen. Yildiz spielte auf Magel, der in den Strafraum zog und Stadlmüller bediente – 2-2. In der Folge verhinderten Seyfarth und Krosanke gemeinsam einen weiteren Treffer, als sie Hetrich am Elfmeterpunkt stoppten. Weitere Chancen durch Magel und Amallah blieben ungenutzt.
Dann legten die Gäste innerhalb von drei Minuten nach: Bajrami traf in der 83. Minute zum 2-3, Endres in der 86. Minute zum 2-4. Wer nun glaubte, das Spiel sei entschieden, sah sich getäuscht. Mema erzielte in der 90. Minute das 3-4. Zunächst sah es so aus, als sei der Ball neben das Tor gegangen, doch nach dem Anspiel der Viernheimer war klar: Der Ball war drin.
Der eingewechselte Manniello hatte sogar noch das 4-4 auf dem Fuß, doch sein Schuss aus wenigen Metern ging ganz knapp rechts vorbei.
Seyfarth, Krosanke, Stadlmüller, Amallah, Jung, Berisha, Reich, Monachello (57.Mema), Röller (89.Spengler), Magel (82.Manniello), Yildiz (57.Pascarella)
Trainer: Luciano Monachello, Co-Trainer: Roman Magel
Schiedsrichter: Manuel Nieto (Tus Weinheim)


